Jubiläum

175 Jahre MGV "Kostheim" 1844

06. März - Heringsessen Aschermittwoch

Der letzte närrische Termin mit Programm ist der Aschermittwoch am 6. März. Der MGV trifft sich wieder vielen Freunden des Vereins im Bürgerhaus zur Fastnachtsbeerdigung und Kateressen. Alle „Trauergäste“ sind gespannt, was vom “Programmdirektor“ Thorsten Stauder präsentiert wird.
Bei Saalöffnung wird jedem Trauergast zur Einstimmung ein Glas Sekt zum Anstoßen serviert. Nachdem jeder seinen Platz gefunden hat, wird die letzte Sitzung der Kampagne eingeläutet.
Thorsten Stauder steht im Frack und mit Trauerflor an der Narrenkappe auf der Bühne. Er freut sich, daß viele Gäste ihn in seiner schweren Stunde als Trauerredner unterstützen und zur Seite stehen. Bevor das Programm beginnt, wird erst mal zur Stärkung aufgerufen. Es wird Hering, der wie immer von der „Schnippelbrigade“ zubereitet wurde, oder Leberwurst, verteilt. Dazu lässt man sich Pellkartoffeln schmecken. Dann ist es an der Zeit mit dem Programm zu beginnen.

Als erster Redner steht Manfred Schult auf der Bühne. Er erklärt, wie sich etliche Schoppen Wein auf das Sprachzentrum und das Gleichgewicht auswirken. Danach gibt er musikalisch den Kampf mit einem Schlüssel und dem dazugehörigen Schlüsselloch, das ganz einfach nicht zu finden ist, zum Besten.
Thorsten begrüßt die Vertreter der befreundeten Vereine, den Ortsvorsteher Stefan Lauer und unser Mitglied und Weinlieferant Johann Wann und Winzer Lorenz Sauer. Außerdem ist auch der Fanclub der 05er unser Gast.

Im Programm geht es weiter mit einer „Außerirdischen“, die nach dem 3. Versuch die richtige Sprachtaste für die Begrüßung erwischt. Sie hat immer wieder Probleme mit ihrer Batterie, die zur Neige geht. Der irdische Batterie-Lader ist zur Stelle und sorgt für neuen Schwung. Die Frau vom anderen Stern war Annelie Schenk. Eine Gruppe Indianer marschiert auf die Bühne und zeigt einen Tanz mit akrobatischen Elementen. Die Tänzerinnen sind die „Estrellas“ vom Ballett Fuego vom TVK 1877. Ihr Auftritt ist einer der Höhepunkte des Abends. Der Sitzungspräsident stellt alle mit Namen vor und überreicht als Dank zwei große Dosen Haribo.

Thorsten ist nicht nur Schlagzeuger, sondern kann auch mit der Ukulele umgehen. Er gibt Lieder zum Mitsingen zum Besten. Es wird das „Kostheimer Lied“ und noch andere Titel geschmettert. Die Stimmung ist so gar nicht mehr wie auf einer Beerdigung!
Ein alter Mann mit einem langen Bart kommt langsam auf die Bühne. Er behauptet von sich, daß er ein Gründungsmitglied des „Alten“ ist. Also stolze 175 Jahre! Im Verlauf des Gespräches erkennen wir unser sehr aktives Mitglied Peter Voirin. Er lässt nochmal die Fassenacht vorüberziehen und nimmt sich die Sitzung in Mainz zur Brust. Er schildert, wie es hinter den Kulissen zugeht. Weiter berichtet er, daß in internationalen Feinschmecker-Lokalen in Italien und China Kater-Menüs angeboten werden.

Dann gibt der Trommler das Signal zum Aufbruch. Die Trauergemeinde versammelt sich und setzt sich mit Fackeln Richtung Main in Bewegung. Dort angekommen wird das Narrenschiff zu Wasser gelassen und mit einem Feuerwerk in den Fluten versenkt. Damit ist die Kampagne 2019 Vergangenheit. Ein großes Kompliment an Sitzungspräsident Thorsten Stauder, er führte uns durch einen tollen Abend!

Jutta Strohm